15.12.2010: Symposium

Radfahren ist gesund. Und Wassersport auch. Daher liegt es nahe beides zu kombinieren. Und unter medizischen Aspekten zu beleuchten. Zu diesem Zweck findet am Wochenende ein Symposium in Bad Waldsee zum Medical AquaCycling statt.
Beim Aqua-Cycling werden wie beim Indoor-Cycling (auch Spinning) im Fitnessstudio bekannt, zu Musik und unter Anleitung in einer großen Runde Berg- und Talfahrten simuliert. Da selbst Indoor-Cycling für manche Leute Gelenk belastend sein kann und durch das ständige Aufstehen und wieder Hinsetzen nicht für jeden geeignet ist, bietet Aqua Cycling eine gesundheitsorientierte Variante. Das Wasserfahrrad wird passend zur Körpergröße eingestellt und dann einfach ins hüfthohe Becken gelassen. Der Ablauf unter Wasser ähnelt dem normalen Radeln, die Bewegungen sind rund und gleichmäßig, dabei werden Knie, Hüfte und Wirbelsäule geschont. Je nach Übung können verschiedene Muskelgruppen gekräftigt werden. Die vorrangig trainierten Muskeln sind Beine und Gesäß, durch einen gleichzeitigen Armeinsatz kommen auch Partien an Bauch-, Rücken- und Oberkörper hinzu. Je nach Teilnehmergruppe kann das Training auch noch durch Schaumstoffhanteln ergänzt werden. Da es sich um einen Ausdauersport handelt, eignet sich Aqua Cycling besonders zur Verbesserung des Herz-Kreislaufs–Systems. Besonders ältere Menschen bilden eine Zielgruppe, da das Fahren auch mit leicht körperlichen Einschränkungen möglich ist. Die Intensität und das Tempo ist nicht gruppenabhängig. Jeder kann selbst bestimmen wie viel er schafft. Der Unterwassereffekt sorgt für eine Straffung des Bindegewebes, fördert die Durchblutung und bei längerer Ausführung setzt zudem die Fettverbrennung ein. Nach dem Training sorgt ein entspannendes Dehnen auf dem Rad dafür, dass man sich rundum wohl fühlt und am nächsten Tag der Muskelkater garantiert ausbleibt.
Symposium: Medical Aqua Cycling
Auch die Medizin und Sportwissenschaft haben Gefallen am Wasser-Fahrrad gefunden. So können Untersuchungen, wie sie bisher nur auf Fahrrad- und Ruderergometern möglich waren, nun auch unter Wasser eingesetzt werden. Dies eröffnet der medizinischen Diagnostik und Therapie, sowie der Trainingssteuerung ganz neue Möglichkeiten.
Text: Anke Schilling