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07.10.2009: Video der Woche 19/07

Drahtesel als Torjäger

Heute stellen wir Euch im Video der Woche die Sportart Radball vor. Mit dem Fahrrad muss das Runde ins Eckige befördert werden. Mit welcher Perfektion die Sportler ihren Drahtesel beherrschen, seht ihr hier.

Was sofort fasziniert sind zwei Dinge:

die Koordination mit der die Radballer scheinbar mühelos die unglaublichsten Dinge mit ihrem Rad anstellen. Trialbiker und BMXer können einige Aktionen noch nachvollziehen. Wenn dann aber Freistöße, die hier Freischläge heißen, ausgeführt werden und der Ball mit dem Vorderrad auf mehr als 70 Sachen beschleunigt wird oder die abwehrende Mannschaft eben diesen Freischlag durch explosives Hochziehen der Vorderräder abwehrt, dann beginnt die spezielle Technikwelt der Radballer.

Das zweite Element, das die Faszination des Radballs ausmacht ist die Spannung des Spiels. Durch die geringe Größe des Spielfelds von 14 auf 11 Metern sieht der Betrachter jederzeit alle Aktionen und auch die Spielzüge der Teams sind nach kurzer Zeit verständlich.

Radball wird mit meistens mit 2er-Teams und manchmal mit 5er-Teams gespielt.

Die wichtigsten Merkmale im Radball der 2er-Teams:

Das Spielfeld ist wie beim Kunstradsport international genormt: 14 Meter lang und 11 Meter breit. Es ist von einer 30cm hohen Schrägbande eingefasst.

Die Mannschaft besteht aus zwei Spielern: Torwart und Feldspieler, wobei auch der Torhüter im Feld spielen darf und umgekehrt.

Die Spielzeit beträgt zweimal sieben Minuten. Halbzeitpause bei Seitenwechsel max. 2 Minuten. Junioren spielen zweimal 6 Minuten – Jugend/Schüler zweimal 5 Minuten.

Der Ball hat Kugelform, ist aus Stoff gefertigt und hat einen Durchmesser von 17-18cm und muss ein Gewicht zwischen 500 und 600gr. haben. Die Geschwindigkeit erreicht bei Freischlägen bis zu 70km/h.

Das quadratische Tor ist 2 Meter hoch und breit. Gespielt wird der Ball durch Schläge mit dem Rad und dem Körper, allerdings ohne Benutzung von Händen und Füßen – es sei denn die Hände bleiben am Lenker und die Füße auf den Pedalen. Kopfbälle sind gestattet.

Im Strafraum, dem mit einer durchzogenen Linie von 2 Meter Radius gekennzeichneten Halbkreis vor dem Tor, darf sich jeweils nur ein Spieler der verteidigenden und angreifenden Mannschaft befinden. Der Torwart darf in seinem Strafraum auch die Hände zur Ballabwehr benutzen.

Ein 4 Meter Strafstoß wird verhängt, bei Vergehen im eigenen Strafraum bzw. bei groben Regelverstößen, außerhalb des Strafraums.

Andere Regelübertretungen außerhalb des Strafraums werden mit Freischlägen geahndet.

Bei Ausball wird das Spiel nach Unterbrechung einen Meter von der "Ausstelle" und der Bande entfernt mit einem "Anschlag" fortgesetzt.

"Ecken" – verursacht wie im Fußball durch den Verteidiger – werden von einem fixierten Punkt (2 Meter von der verlängerten Torauslinie und 4 Meter von der Tormitte) geschlagen.

Bei Bodenberührung während des Spiels mit Fuß oder Körper, ist der betreffende Sportler erst wieder spielberechtigt, wenn er die Toraußenlinie des eigenen Tores überquert hat.

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