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15.12.2010: Kanupolo - Weltmeisterschaft 2010 in Mailand

Damen und Herren Vize-Weltmeister im Kanupolo

Am fünften und letzten Spieltag der der diesjährigen Weltmeisterschaften in Mailand standen für die deutschen Teams noch insgesamt vier Begegnungen auf dem Spielplan. Durch den bisherigen Turnierverlauf hatten sich sowohl das deutsche Damen Team als auch die Herrenmannschaft bereits für das Halbfinale qualifiziert.

Die Damen spielten in ihrem Halbfinale zunächst gegen die Mannschaft aus Neuseeland, welche als einziges nicht europäisches Team eins der Halbfinale in diesem WM-Turnier erreichte. In einem Spannenden Spiel, welches durch teilweise kuriose Schiedsrichterentscheidungen beeinflusst worden ist, behielten die deutschen Frauen trotz einer 2-Minuten-Strafzeit kurz vor Ende der zweiten Halbzeit die nerven. Sie schafften es in Unterzahl sich von den Pressdeckung spielenden Neuseeländerinnen zu lösen und das entscheidende dritte Tor zu werfen und den Einzug ins Finale zu besiegeln. Dort trafen sie auf die schon seit Jahren in dieser Klasse stark spielenden Frauen aus Großbritannien. Leider erwischten die Damen im Endspiel keinen guten Start und lagen bereits nach wenigen Minuten mit null zu drei Toren zurück und schafften es erst kurz vor Ende der ersten Spielhälfte den wichtigen Anschlusstreffer zu erzielen. Aber auch in Spieldurchgang Nummer zwei war es dem deutschen Team nicht möglich den Engländerinnen ihr Spiel aufzuzwingen. Erst die taktische Umstellung auf ein Manndeckungsspiel setzte die Gegnerinnen aus England ausreichend unter Druck und brachte den gewünschten Torerfolg. Durch die bereits am Anfang der Begegnung gefallenden Tore war es den deutschen Frauen leider nicht mehr möglich das Spiel zu drehen und der Weltmeistertitel der Frauen geht in diesem Jahr, wie zuletzt 2004, nach England.

Wie für die Damen stand auch für das deutsche Herrenteam bereits gestern die heutige Spielpaarung fest: Im Halbfinale warteten die Gastgeber aus Italien. In der regulären Spielzeit dieser Begegnung konnten beide Mannschaften nur je ein Tor erzielen und die Entscheidung musste durch Golden Goal in der Verlängerung gefunden werden. Im Gegensatz zu den nationalen Wettkampfbestimmungen folgt nach torloser Spielzeit der in der Verlängerung kein Penaltywerfen auf das verteidigte Tor, sondern einfach eine weitere fünfminütige Overtime. Das Spiel verlängert sich somit solange um fünf Minuten bis endlich das erste und entscheidende Tor (Golden Goal) gefallen ist. Erst nachdem sich beide Mannschaften bereits zum dritten Mal für die Verlängerung aufgestellt haben, schafften es die deutschen Herren nach gewonnenem Anfahren das so wichtige Tor für den Einzug ins Finale zu erzielen. Im Finale der Herren stand neben Deutschland, wie bereits im Herren und Damen U21-Endspiel, die französische Nationalmannschaft. Frankreich erwischte einen guten Start und konnte frühzeitig mit zwei Toren in Führung gehen. Auf Grund von einigem Werferpech und ungünstig verlorenen Bällen war dieser Rückstand in der Spielzeit von zwei mal zehn Minuten nicht mehr aufzuholen und die beiden für Deutschland erzielten Tore reichten nicht aus um das Spiel erneut zu öffnen. Am Ende bleibt, wie den Damen und Damen U21, der zweite Platz bei der diesjährigen Weltmeisterschaft in Italien.

Die Ergebnisse aller deutschen Teams im Überblick:

Herren

Deutschland   gegen Italien                        2:1       Halbfinale

Deutschland   gegen Frankreich                  2:4       Finale


Damen

Deutschland   gegen  Neuseeland                4:3       Halbfinale

Deutschland   gegen  Großbritannien           3:5       Finale

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