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07.10.2009: Video der Woche 30/07

Capoeira

Capoeira - ein Name, so geschmeidig wie seine Bewegungen. Spektakuläre Sprünge und schnelle Drehungen, begleitet von rhythmischer Musik. Die außergewöhnliche Kampfkunst aus Südamerika hält Einzug in europäische Gefilde. Warum dieser ästhetisch anmutende Sport immer beliebter wird im Video der Woche

 

 
Samba-Percussions, weiße Leinenhosen, nackte braungebrannte Oberkörper. Nein, wir reden nicht von einer südamerikanischen Musikveranstaltung, sondern vom Capoeira.

Capoeira, eine afro-brasilianische Kampftanzart, erfreut sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Rhythmus, Akrobatik, Spaß und Musik verschmelzen dabei zu einer spektakulären Einheit. Begleitet wird das ganze durch traditionelle Instrumente, wie dem Berimbau und dem Pandeiro, sowie von portugiesischem Gesang. Gekämpft wird in einem Kreis Roda, welcher aus Musikern und Capoeiristas besteht. Ein Ansatz geht davon aus, dass die Wurzeln der Capoeira in Afrika liegen. Während der brasilianischen Kolonialzeit wurden afrikanische Sklaven nach Brasilien verschifft – mit ihnen auch die Urform des Capoeira. Was ursprünglich als ritueller Sklaventanz gedacht war, reifte schnell zu einer effektiven Selbstverteidigungsmethode heran. Um nicht weiter aufzufallen, tarnten die Sklaven ihre Kampfkunst als Tanz.

Heutzutage ist Capoeira weltweit verbreitet. Es kann von Männern wie Frauen erlernt werden. Fitness, Ausdauer, Rhythmusgefühl und Koordination sind die wichtigsten Faktoren zum Erlernen dieser Sportart.
Vom 25-28. Juli findet in Hamburg das 20.Capoeira Summer Meeting statt, sowie vom 5-7. Oktober das Octobermeeting in Berlin in der Max-Schmeling Halle. Diese Treffen dienen der multikulturellen Integration, genauso wie der allgemeinen Verbreitung der Capoeira Lehre.

Quelle: www.capoeira-nrw.de

Text: Julian Zipp

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