25.09.2011: Oberhausens Sportportal

Sportangebot des offenen Ganztages im Sozialraum Lirich bringt 80 Jungen und. Mädchen zum Fußball zu Arminia Lirich.
Die Vereine mit den Ganztagsschulen zu vernetzen und damit den Kindern, den Sport und das Vereinsleben näher zu bringen, ist das Ziel aller Beteiligten im neu gestarteten Projekt in Lirich.
Im Rahmen des offenen Ganztagunterrichtes besteht für die Sportvereine das Problem, dass viele Kinder nicht mehr den Weg in die Vereine finden. Dies durch neue Angebote und Kooperationen zu ändern, ist eine wichtige Aufgabe des SSB Oberhausen e.V. als Vertreter des Oberhausener Sports. Über die Koordinierungsstelle offener Ganztag, werden schon Sport- und Bewegungsangebote durchgeführt. Was als Bewegung, Sport und Spielangebot (BESS) anfing, soll zukünftig noch stärker Sportartenspezifisch ausgerichtet werden. Mit einer Fach- und Sachkompetenz in über 230 Vereinen ist der SSB Oberhausen e.V. dafür gerüstet. Der Zeitpunkt der notwendigen Angebote zwischen 14:00 - 16:00 Uhr, macht es allerdings schwierig entsprechende Trainer zu finden.
Mit dem jetzt gestarteten Projekt im Sozialraum Lirich, werden die Katharinen-, Emscher- und Concordiaschule Sport direkt auf der Platzanlage des DJK Arminia Lirich durchführen und Mädchen und Jungenfussball im Rahmen des offenen Ganztages anbieten .Somit ist die direkte Verbindung mit Schulen/Verein/Kindern/Eltern im Sozialraum gegeben.
Die Koordinierungsstelle OGS nimmt hierbei eine zentrale Rolle ein. Sowohl die Organisation, die Vereinbarungen mit den Trägern des offenen Ganztages und die dazugehörigen Budgetabsprachen werden in der Koordinierungsstelle des SSB e.V. vorgenommen.
Das Projekt SPIN (Sport Interkulturell) hat in seiner zweiten Phase, die Ausrichtung Kooperation Schule-Verein. Da Arminia Lirich bereits mit SPIN in der Vergangenheit zusammengearbeitet hat, war die positive Grundausrichtung der Gespräche gegeben. Arminia Lirich ist ein in der Jugendarbeit sehr gut aufgestellter Verein (14 Jugendmannschaften). Durch Ihren Vorsitzenden Friedhelm Baßier konnten gleich zwei Trainer für das Projekt gewonnen werden (Mario Quesada Lopez und Kevin Schlüter)
Sowohl die Träger des offenen Ganztages, die Leiterinnen der Emscher/Katharinenschule Frau Theuer und der Concordiaschule Frau König, waren schnell von der Idee des Leiters der Koordinierungsstelle, Jörn Derißen, überzeugt. Die Budgetverhandlungen, die ein finanzielles Engagement der Träger, SPIN und Koordinierungsstelle im Stadtsportbund Oberhausen e.V. notwendig machte waren in großem Einvernehmen schnell beschlossene Sache.
Das nachhaltig angelegte Projekt, soll seine Fortsetzung als nächstes im Sozialraum Oberhausen Ost finden. Mit derzeit 6 Grundschulen sicherlich eine noch größere Herausforderung für die Koordinierungsstelle beim SSB e.V.. Vorbereitende Gespräche finden derzeit statt und Koordinierungsstellen Leiter Jörn Derißen ist zuversichtlich auch hier eine gute und schnell umsetzbare Lösung zu finden. Der systematische Aufbau durch die Sozialräume und die darin befindlichen Vereine, sollen den Schülerinnen und Schülern in der Zukunft die Möglichkeit bieten verschiedene Sportarten und Vereine in ihrem direkten Umfeld kennen zu lernen. Den Vereinen des SSB e.V. soll, die Möglichkeit geboten werden, den Schülern das soziale und sportliche Leben der Vereine nahe zu bringen, Talente früh zu erkennen, eine entsprechende Förderung gemeinsam mit Schule und Eltern aufzubauen und neue Mitglieder zu gewinnen.
Aber am heutigen Tage herrscht erwartungsvolle Freude bei allen Beteiligten über den Start dieses Weges Verein und Schule gemeinsam, für die Kinder aber vor allem bei den Kindern, die sich ausprobieren können und vielleicht demnächst schon als jungen und Mädchenmannschaft bei den Stadtmeisterschaften als Schul/Vereinsmannschaft antreten können.
spin – sport interkulturell“ möchte Sportvereine als Träger der außerschulischen Bildungsarbeit sowie als Orte stadtteilbezogener Integration stärken und sie befähigen, einen bedeutsamen Beitrag zur Verbesserung der Bildungschancen von jungen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zu leisten. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Mädchen und jungen Frauen mit Migrationshintergrund, die bislang im organisierten Sport deutlich unterrepräsentiert sind. Der immer weiter ausgebaute Ganztagsbereich an Schulen eröffnet hierzu vielfältige Möglichkeiten, das Medium Sport auch hier stärker für non-formale, informelle und formale Lernprozesse zu nutzen, so dass „spin“ nun die Verbindung zwischen Schule und Sportverein stärker in den Blick nimmt.
„spin – sport interkulturell“ ist ein gemeinsames Projekt der Stiftung Mercator, der Heinz Nixdorf Stiftung und der Sportjugend NRW im Landessportbund e.V. in Kooperation mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und dem Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen. Das Projekt hat zum Ziel, Vereine und junge Migranten im Alter von 6 – 20 Jahren zusammenzubringen, um deren Bildungschancen zu erhöhen.
Mit der Koordinierungsstelle beim SSB e. V. und den Partnervereinen von SPIN in Oberhausen soll die neue Zielsetzung auch im offenen Ganztag in neuen Projekten umgesetzt werden.
Text: Pressemitteilung